~ Niemand erkennt, dass die Natur nichts anderes ist als das Gewand Gottes ~
Sathya Sai Baba


Die Sathya Sai Internationale Organisation (SSIO) hat ein Komitee für ökologische Nachhaltigkeit (Environmental Sustainability Committee) eingerichtet, um spirituelle Lösungen für unsere gegenwärtige Umweltkrise zu fördern.

Wir sind alle ein Teil dieses einen Planeten, der uns erhält und für uns wie eine liebende Mutter sorgt. Sathya Sai Baba war es immer wichtig, achtsamen, sparsamen Umgang mit den Elementen zu pflegen und auf Mutter Erde stets ehrerbietig zu wandeln.

Aus diesem Grund führt die SSIO weltweit eine Vielzahl von Initiativen zum Schutz des Planeten durch, darunter Bildungsprogramme, eine von jungen Erwachsenen geführte Initiative namens Serve the Planet, Projekte zum gesellschaftlichen Engagement. Es gibt reichliche SSIO-Publikationen, die die spirituellen Grundlagen für eine nachhaltige und praktische Bewältigung der Umweltkrise erläutern.
Genaueres ist hierfür auch im kostenlosen digitalen Buch "Nature is the Vesture of God" zu finden.

Was auch immer der Mensch erreichen will, er ist auf die Natur angewiesen. Die Natur ist nicht das Privateigentum von irgendjemandem. Sie gehört Gott. Ohne die Gnade des Herrn kann niemand die Vorteile der Natur genießen. Ohne diese Wahrheit zu erkennen, haben sich so manche Menschen an die Ausbeutung der Natur gemacht, aus Arroganz und Selbstverliebtheit. Das ist sehr falsch verstanden.

Sathya Sai Baba, 25. Juni 1989

Die Vision der Sathya Sai Internationalen Organisation (SSIO) ist es, dass die Menschheit die Einheit zwischen Gott, Natur und Mensch verwirklicht. Die SSIO ermutigt die Gesellschaft, sich ihrer Verbundenheit und Wechselwirkung mit der Natur bewusst zu werden, im Einklang mit der Natur zu leben und ihre Ressourcen sparsam, mit Ehrfurcht und mit Dankbarkeit einzusetzen.

Sathya Sai Baba sagte, dass die Welt ihr ökologisches Gleichgewicht verliert, weil die Menschen aus Egoismus die Erde ihrer Ressourcen berauben. Die übermäßigen Wünsche und die Gier der Menschheit - die negativen Eigenschaften, vor denen die großen Religionen und auch die indigenen spirituellen Traditionen warnen - haben negative Auswirkungen auf die Natur und damit auf alle Gemeinschaften in der ganzen Welt.

Die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, sind herausfordernd, aber klar umrissen. Sie lassen sich grob unter zwei Überschriften zusammenfassen: Bildung, um unser Bewusstsein und unser Wissen über die Natur als Manifestation des Willens Gottes zu schärfen, und die Umsetzung von Strategien, um unsere Beziehung zu Mutter Erde zu harmonisieren.

Zu den spezifischen Maßnahmen gehören die Verringerung des rücksichtslosen Verbrauchs natürlicher Ressourcen, die Betonung der dringenden Notwendigkeit einer intensiven Aufforstung, die Einführung sauberer und nachhaltiger Energieformen, die Verringerung der Freisetzung von Schadstoffen in Luft, Boden und Wasser, das Recycling von Abfällen, der Schutz wichtiger Lebensräume für Wildtiere und die Erhaltung der biologischen Vielfalt des Planeten.

Für die Gesellschaft ist es unerlässlich, dass sie sich rascher auf eine ökologisch nachhaltige Entwicklung für Frieden und Wohlstand und auf eine gesunde, lebenswerte Welt zubewegt. Die Priorität besteht darin, von einer Gesellschaft mit finanziellem und wirtschaftlichem Fokus zu einer ganzheitlicheren Gesellschaft überzugehen, die ethische und spirituelle Werte in die Entscheidungsfindung einbezieht. Dies erfordert ein Verständnis dafür, dass wir nicht von der Natur getrennt sind, sondern tatsächlich Teil der Natur sind und vollständig von der Natur getragen werden. Es erfordert ein größeres Bewusstsein für uns selbst, unsere Rolle in der Welt und unsere Fähigkeit, Gott in der Natur zu erfahren.

Die Natur pulsiert in Göttlichem Bewusstsein

Die großen Religionen der Welt verbreiten alle die Botschaft, dass die Natur den Willen Gottes verkündet und dass die Erde ein Geschenk Gottes ist. So heißt es zum Beispiel im Psalm 148: „Lasst sie den Namen des Herrn loben, denn Er hat es befohlen, und sie sind erschaffen worden." Im Koran heißt es in Vers 30:37: „Und er ist es, wo die Schöpfung beginnt...". Und in den Veden wird verkündet: „Ich bin Eins, ich werde viele werden."

Sathya Sai Baba, ein verehrter spiritueller Lehrer für Millionen von Menschen, sprach von der heiligen Beziehung zwischen Gott, der Natur und dem Menschen. Er sagte: „Die Natur ist die Wirkung, und Gott ist die Ursache. Du solltest die Immanenz des Göttlichen im gesamten Kosmos erkennen." Er fuhr fort: „Die Natur ist das Gewand Gottes", und „Gott soll vom Menschen verehrt werden, Gott soll vom Menschen durch die Natur erfahren werden". Die Natur ist der klare Beweis für die Existenz Gottes.

Darüber hinaus verkünden spirituelle Meister und Führer der wichtigsten Glaubenstraditionen - Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum und Zoroastrismus sowie der indigenen Kulturen -, dass die Menschheit dazu bestimmt ist, in Harmonie mit der Natur zu leben und für Mutter Erde zu sorgen. Alle diese Glaubensrichtungen wissen, dass wir von diesem Ideal abgewichen sind und eine Umweltkrise verursachen, die unumkehrbar werden kann.

Die meisten religiösen Überzeugungen bekennen sich in der Tat dazu, dass der Mensch Gott in der Natur am nächsten ist und eine einzigartige Rolle hat, als Hüter der Schönheit und des Reichtums der Erde zu dienen, mit der Verpflichtung, das Wohlergehen der Erde zu gewährleisten.

Durch traditionelle Kulturen und Glaubensrichtungen erfahren wir von der langjährigen, heiligen Beziehung der Menschheit zur Natur. Aber in den letzten Jahrhunderten haben uns die wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte von dieser engen spirituellen Beziehung weggeführt. Viele von uns sind so weit von der Natur entfernt, dass wir die zunehmende Degradation unseres Landes, unserer Flüsse, Ozeane und der Atmosphäre erst wahrnehmen, wenn sie uns direkt betrifft.

Die Umweltkrise

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts und ernsthaft beginnend in den 1960er Jahren haben Wissenschaftler, Umweltschützer und andere auf die weltweit auftretende Umweltzerstörung aufmerksam gemacht. Die Menschheit hat bereits mehrere Schranken oder Grenzen überschritten, die irreversible Schäden für die Natur verursacht haben, einschließlich des Verlusts von Arten und dauerhafter Schäden an der Luftqualität, an Wasserquellen und Bodenressourcen. Weiters kam es zu wachsenden Mengen an Treibhausgasen in der Atmosphäre, die den Klimawandel antreiben.

Trotz verschiedener Lösungen, die vorgeschlagen oder angewendet wurden, stellen die Kräfte Wirtschaft, Gier, Politik und Eigennutz nach wie vor eine gewaltige Herausforderung dar. Nationen und Einzelpersonen sind ambivalent gegenüber Forderungen, die Treibhausgasemissionen dringend zu reduzieren und den Missbrauch der Natur-Ressourcen zu stoppen. Zu viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass die Steigerung von Produktion und Konsum das persönliche und nationale Wohlbefinden fördert und zu Frieden und Wohlstand führt. Leider betrachten viele Nationen und Menschen die Natur grundsätzlich als ein Instrument der Ausbeutung und des Genusses.

Obwohl in fast allen Ländern und auf internationaler Ebene Gesetze und Vorschriften zum Schutz und zur Erhaltung der Luft-, Wasser- und Bodenqualität erlassen wurden, hängen Umfang und Erfolg dieser Maßnahmen unter anderem von der Umsetzung auf persönlicher Ebene und von politischen Entscheidungen ab.

Spirituelle Lösungen

Für Milliarden von gläubigen Menschen auf der ganzen Welt ist ein nachhaltiges Leben sowie Dankbarkeit und Mitgefühl für die Natur vor allem ein spirituelles Thema, das zum Kern des eigenen Glaubens und zur Heiligkeit der Natur geht. Die Umweltkrise hat den Planeten - unsere einzige Heimat - erreicht, weil die Menschheit die enge Beziehung zwischen Gott, der Natur und dem Menschen vergessen hat.

Genau wie wir Wissenschaften und Technologien entwickelt haben, um die natürlichen Kreisläufe des Planeten zu unterbrechen und die Ökosysteme an den Rand unwiederbringlichen Verlusts zu bringen, so können wir die Mittel entwickeln, um die von uns versursachten negativen Auswirkungen zu minimieren und in Harmonie mit der Natur zu leben. Dies erfordert jedoch einen grundlegenden Wandel der Prioritäten, Werte und Verhaltensweisen der Gesellschaft insgesamt. In Wahrheit haben wir als Menschen die einzigartige Fähigkeit, Schönheit, Güte und Harmonie in der Natur zu erkennen und Liebe, Mitgefühl und Fürsorge zu üben, nicht nur gegenüber anderen Menschen, sondern gegenüber allen Wesen und der ganzen Natur. Das ist unsere Verantwortung und unsere wahre Rolle auf der Erde.

Sathya Sai Baba hat erklärt, dass die Verschmutzung draußen ein Spiegelbild der Verschmutzung in uns ist, die unsere Herzen und unseren Geist infiziert hat. Deshalb muss die Veränderung von innen heraus beginnen. Der Impuls für individuelle Veränderungen wird zunehmen, wenn wir die Allgegenwart Gottes in der Natur erkennen. Wenn wir unsere spirituelle Identität und unsere Beziehung zum Göttlichen in der Natur wiederentdecken, wird das Gleichgewicht in der Natur wiederhergestellt werden.

Es obliegt uns als Individuen, unser Denken und Handeln zu transformieren und damit auch das Verhalten von Wirtschaft und Politik so zu verändern, dass Liebe und Mitgefühl für die Erde entsteht.

Sathya Sai Baba hat Leitlinien für unser konstruktives Verhalten gegeben, das die praktische Umsetzung der fünf menschlichen Werte Wahrheit, rechtes Handeln, Frieden, Liebe und Gewaltfreiheit verlangt wie auch eine Begrenzung der Wünsche. Er hat gesagt, dass selbstloser Dienst der Ausdruck der Liebe im Tun ist und dass, wenn diese Selbstlosigkeit auf die Natur gerichtet ist, sie uns zurück zu Gott führen kann. Er warnte uns auch davor, dass unverantwortliches Verhalten gegenüber der Umwelt zu größeren Schäden und Zerstörungen führen wird als jemals erlebt.

„Alle lieben, allen dienen" und „Immer helfen, nie verletzen" sind die beiden Markenzeichen der Lehren von Sathya Sai Baba, die gleichermaßen für die Art und Weise gelten, wie wir einander behandeln und wie wir mit der Natur umgehen.

Die fünf Menschlichen Werte

Die fünf menschlichen Werte Wahrheit, rechtes Handeln, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit sind universell; sie sind allen religiösen und spirituellen Traditionen gemeinsam, und sie untermauern die Normen der Moral in säkularen Gesellschaften, sowohl in alten als auch in modernen. Diese menschlichen Werte umfassen die ganze Schöpfung. Sie bieten einen klaren, umfassenden und praktischen Rahmen, um unser Verhalten zu steuern.

Die fünf menschlichen Werte beinhalten ein vollständiges Verständnis der menschlichen Persönlichkeit und des menschlichen Potenzials. Sathya Sai Baba lehrte, dass diese fünf menschlichen Werte im Herzen jedes Menschen verborgen sind und nicht nur in unseren Häusern, Gotteshäusern und Arbeitsplätzen, sondern auch in unseren Bildungssystemen verwirklicht werden müssen.

Bei den fünf menschlichen Werten gibt es zwei verschiedene Dimensionen: eine externe Dimension der Auseinandersetzung mit der Welt der Objekte, Lebewesen und der Natur selbst; und eine innere Dimension: die Verbesserung der Verbindung mit dem eigenen inneren Selbst. Diese beiden sind vollständig miteinander verbunden, da menschliche Werte beide Dimensionen gleichzeitig beeinflussen. So können weltliche Aktivitäten eine spirituelle Dimension erhalten, wenn sie von den Menschlichen Werten durchdrungen werden.

Ungeachtet der Praxis der fünf menschlichen Werte werden unsere Sinne und unser Verstand stark von der materiellen Welt angezogen. Dadurch entstehen starke Bindungen und Sehnsüchte nach materiellen Gegenständen und Freuden, die unser Denken verzerren und unsere Herzen verschmutzen. Folglich üben die Menschen Aktivitäten aus, die zu Ungunsten der Natur sind und weltweit enorme ökologische und soziale Schäden verursachen.

Sathya Sai Baba sagte, dass der Mensch ein Gleichgewicht in den fünf Elementen Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde in der Natur erzielen kann, indem er die fünf menschlichen Werte praktiziert, und dass das menschliche Leben nur Erfüllung finden wird, wenn ein ökologisches Gleichgewicht erreicht werden kann.

Die Suche nach der Wahrheit führt uns dazu, den Ursprung, die Funktionen und Eigenschaften der Natur zu erforschen, was uns wiederum zu Gott führt. Die Wahrheit, zu der auch die Kraft der Unterscheidung gehört, führt uns dazu, zu verstehen, wie unser Handeln die Umwelt und uns selbst schädigt und wie wir dieses Wissen verwerten können.

Das rechte Verhalten, zu dem auch Ehrlichkeit und Entschlossenheit gehören, motiviert uns, in Harmonie mit den Gesetzen der Natur und der Spiritualität zu leben, sodass wir unsere schlechten Gewohnheiten verändern sowie nur mäßig und mit Weisheit, Diskriminierung und Demut konsumieren lernen.

Gewaltlosigkeit, zu der auch das Nichtschädigen anderer gehört, verhindert auch die Gewalt gegen die Erde mit all ihrer Flora und Fauna. Sie lehrt uns, die Umwelt nicht zu belasten anstatt sie wahllos zu gebrauchen, ohne sich um die negativen Auswirkungen zu kümmern. Es fördert den Respekt vor der Natur und dem Reich der Tiere und Pflanzen

Frieden beinhaltet Selbstakzeptanz, Selbstdisziplin und Selbstachtung, innere Stille, Demut und Verständnis. Wir pflegen den inneren Frieden, indem wir im Schoß der Natur ruhig werden und den Großen Frieden erleben, der dort herrscht.

Die Liebe zur ganzen Schöpfung, den Pflanzen, Tieren und Menschen, ist das Markenzeichen eines spirituellen Menschen. Die Liebe, welche Selbstlosigkeit, Fürsorge und Mitgefühl beinhaltet, inspiriert zu einem größeren Bewusstsein für unser Selbst, unsere Umgebung und die Elemente der Natur. Wenn wir Zeit in der Natur verbringen, erkennen wir, dass alles Leben durch die göttliche Liebe energetisiert wird, die uns so verbindet, dass Schaden für die Natur auch Schaden für uns selbst bedeutet.

Begrenzung der Wünsche

Begrenzung der Wünsche reduziert unsere Gier, unseren Egoismus und unsere Begehren von materiellen Gegenständen und Freuden. Die Praxis der Begrenzung der Wünsche schützt die Umwelt, indem sie eine übermäßige Inanspruchnahme der Ressourcen vermeidet. Es geht um bewusstes Leben, und auch um einfaches Leben, als tägliche spirituelle Praxis, bei der nur das konsumiert wird, was man braucht, und nicht das, was man will.

Das Praktizieren von Begrenzung der Wünsche ist die natürliche Konsequenz aus dem Üben menschlicher Werte im täglichen Leben. Der Verzicht auf Verschwendung von Zeit, Geld, Nahrung, Wasser und Energie ermöglicht deren Umleitung zum Wohle der Menschheit und der Natur. Es geht um Kontrolle der Sinne und um die Beschränkung der eigenen Wünsche.

Indem wir uns dafür entscheiden, ein Leben mit Beschränkung der Wünsche zu führen, leben wir in größerer Harmonie mit der Natur und treten behutsamer auf die Erde. Das Praktizieren von Begrenzung der Wünsche führt schließlich zum inneren Frieden.

Die Verbundenheit und Wechselbeziehung des Menschen mit der Natur

Der Schutz der Natur und die richtige Nutzung ihrer Ressourcen ist nicht nur eine Frage des Überlebens, sondern eine Frage unserer Beziehung zum Göttlichen in all den vielfältigen Formen der Natur. Wie können wir auf der spirituellen Ebene Gott und die göttliche Manifestation in der Natur lieben und dennoch unsere schädlichen Handlungen fortsetzen? Die Wahrheit ist, dass wir nicht weiterhin den Planeten missbrauchen und gleichzeitig versuchen können, die Gnade Gottes zu erlangen. Denn Gott und die Natur sind eins, wie auch wir eins sind mit beiden..

Die Sathya Sai Internationale Organisation

Das Hauptziel der Sathya Sai International Organisation (SSIO) ist es, dem Menschen zu helfen, die ihm innewohnende Göttlichkeit zu erkennen. Das spirituelle Leben sollte eine konzentrierte Anstrengung sein, um Geist und Herz zu reinigen, denn wem dies gelingt, der wird die Wahrheit seiner Göttlichkeit erfahren. Die Aktivitäten der SSIO zielen darauf ab, diese Reinheit durch hingebungsvolle, wertorientierte Bildungsarbeit und selbstlose Aktivitäten des Dienens zu fördern. Dies sind keine getrennten, voneinander unterschiedenen Wege, sondern integrierte spirituelle Praktiken, die die Vision der Einheit in der Vielfalt und die das Eins-Sein von von Gott, Natur und Mensch ermöglichen.

Kultiviere die göttlichen Qualitäten der Liebe, des Mitgefühls, der Demut und Ehrfurcht vor allen Lebewesen, der Ehrfurcht vor der Erde und allen anderen Elementen. So kannst du die Gnade Gottes auf dich herabziehen und dein Leben nutzbringend und fruchtbar machen.

Sathya Sai Baba, 22. November 1978

zur PDF Englischversion "Position Paper: Spiritual Solutions for Environmental Sustainability"

zur PDF Deutschversion


Nature is the best teacher

Eine Aufklärung über den Wert der Natur und was sie uns lehrt.

Mother Earth - Mutter Erde

Eine Studie über die Lehren der verschiedenen Glaubenstraditionen über die Umwelt.

Lebe die FÜNF MENSCHLICHEN WERTE für unsere MUTTER ERDE

Eine auf die Umwelt bezogene Erläuterung über die Nachhaltigkeit der fünf menschlichen Werte im täglichen Leben und ihrer Wiederbelebung in der Gesellschaft.

108 praktische Tipps für eine nachhaltige Lebensweise

Einfache Tipps für den Alltag unsere Mutter Erde zu schützen, indem wir im Bezug auf die Nutzung verschiedener natürlicher Ressourcen unsere Wünsche lernen zu begrenzen.

Protect the world

Ein kurzer inspirierender Überblick zu einer umweltfreundlichen Lebenseinstelltung, die zum Schutz unseres Planeten dient.

Begrenzung der Wünsche

Die Natur ist fortschrittlicher als der Mensch, und um die Natur zu schützen, muss der Mensch sie in Grenzen nutzen. Wenn der Mensch mit der Natur rücksichtslos umgeht, reagiert sie negativ, und es entstehen dann Schwierigkeiten. Um die Natur zu schützen, muss der Mensch die Begrenzung der Wünsche praktizieren.

Sathya Sai Speaks, Vol. 26 Ch. 3, January 21, 1993

Plastik möglichst vermeiden!

Wasser sparen!

Überschüssige Lebensmittelabfälle meiden!

Energie sparen! (STP-2018)

Reduzieren der Wünsche mit dem Focus Energie:



GO GREEN - Netzwerk

Das Go Green Network bringt Mitglieder der SSIO zusammen, die sich für den Umweltschutz des Planeten in ihren eigenen Sathya Sai Zentren / Gruppen und darüber hinaus einsetzen wollen. Diese Mitglieder werden sich in einer Online-Plattform vernetzen, um Ideen, Ressourcen und bewährte Verfahren auszutauschen, und haben die Möglichkeit, an Webinaren und Studienzirkeln teilzunehmen, um ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen. Hier zur Anmeldung:


Solar-Energie

Das Super Specialty Hospital in Puttaparthi errichtet eine 1000 kW Stromerzeugungs-Anlage und spart dadurch jährlich 16.000.000 Rupien. Angeregt durch den enormen Erfolg der Solar-Anlage des SSSIHMS-WF (Sri Sathya Sai Institute of Higher Medical Sciences – in Whitefield / Bangalore) schuf der Sri Sathya Sai Central Trust im Jahr 2018 ein Projekt, das noch 10 Mal größer ist. > mehr dazu hier



Weltweite initiativen zur Baumpflanzung!

Entsprechend der Anregung von Sathya Sai Baba, dass wir zum Heil der Erde wieder intensiv Wälder aufforsten müssen, sind wir bemüht, dem auch nach zu kommen. > mehr dazu hier


Da es zu einer alarmierenden Entwaldung kommt, hat das Ausmaß des Kohlendioxyds in der Atmosphäre erheblich zugenommen...
das Mittel gegen diese Situation ist die intensive Aufforstung...

Sathya Sai Baba, 21. Januar 1993

Die Go Green Konferenz in Prashanti Nilayam, 25./26. Juli 2018, wurde initiiert, um das Bewusstsein über die Beziehung des Menschen zur Natur sowie seine Verantwortung ihr gegenüber zu erweitern. Hierbei standen zwei Fragen im Mittelpunkt:

  • welchen Einfluss unser eigenes Verhalten auf unsere Umwelt hat und
  • was wir angesichts des erschreckenden Zustands des Planeten tun können,
    um zurück zu einem Gleichgewicht von Mutter Erde zu kommen.

Das Programm der Konferenz bot den über 1.000 Teilnehmern aus über 50 Ländern hierzu vielfältige Möglichkeiten.

Die vielschichtigen Facetten des Themas wurden von renommierten Sprechern beleuchtet, die sich beruflich, auf persönlicher Ebene oder im Rahmen von Aktivitäten der Sathya Sai Internationalen Organisation regelmäßig mit Umweltfragen auseinandersetzen.

Dies beinhaltete eine Bewusstmachung des Ausmaßes, in dem egozentrisches oder unbewusstes menschliches Handeln praktisch alle Aspekte der weltweiten Ökosysteme massiv beeinflusst oder irreversibel gestört hat.

Der Mensch versucht, Zufriedenheit und Freude dadurch zu erlangen, indem er die Kräfte der Natur seinem gebrechlichen Willen unterwirft. Aber alle Versuche, die Natur zu meistern, Gewalt über sie zu erlangen oder sie zum persönlichen Nutzen zu verwenden, müssen scheitern. Solche Versuche werden mit Sicherheit verheerende Auswirkungen nach sich ziehen.

 

Sathya Sai Baba, Buch: „Der königliche Weg", S.17

Klimawandel, Verschmutzung von Land, Wasser und Luft durch Umweltgifte und Plastik, Waldverlust und Artensterben in drastischem Ausmaß sowie die Folgen industrieller Landwirtschaft wie Bodenerosion und Wasserknappheit sind Beispiele für Entwicklungen, die heute ein Großteil der Weltbevölkerung bereits als „Alltag“ kennt.

M.C. Mehta, Umweltanwalt und -aktivist aus Nordindien betonte in seiner Ansprache die absolute Notwendigkeit verantwortungsvollen und von positiver, spiritueller Energie motivierten Handelns, um diesen Effekten entgegenzuwirken – und um als Menschheit überhaupt überleben zu können.

Katinka van Lamsweerde aus den Niederlanden sprach in diesem Zusammenhang von der Bedeutung, sich der Verbindung von Gott, Natur und Mensch bewusst zu sein.

Aber der wirkliche Guru ist kein menschlicher Lehrer. Die Schöpfung (prakriti) selbst, die Welt um euch herum, ist es.

 

Sathya Sai Baba spricht, Bd.11, 1. Aufl., 1992, S. 90

Seht in der äußeren Natur das Kleid Gottes; sie ist der Ausdruck seines Willens, sie ist die Manifestation seiner Herrlichkeit, Stärke, Macht und Majestät. Seht diese in jedem Grashalm, Blütenblatt und jeder Frucht. Lernt die Lektionen vom Fluss, von den Bergen, dem Stern und dem Himmel.

 

Sathya Sai Baba in „Gott, Natur, Mensch" S.74

In einer Podiumsdiskussion wurden mögliche Handlungsschritte zur Bewältigung von Umweltproblemen erörtert.

Zunächst wurde festgestellt, dass die Konsequenzen, die sich aus unserem Verhalten ergeben, oft solange ignoriert werden, bis sie unerträglich werden. Die Diskussionsteilnehmer waren sich darin einig, dass trotz des globalen Ausmaßes der Probleme eine nachhaltige Veränderung vor allem auf der persönlichen Ebene beginnen sollte. Dies betreffe die Art und Weise, wie wir unser eigenes Leben gestalten und mit den Ressourcen der Natur umgehen (Energienutzung, Reisen, Konsum, Recycling bzw. Vermeidung von Plastik und anderen künstlichen Materialien etc.; das von Swami initiierte Programm „Begrenzung der Wünsche“ setzt an genau diesem Punkt an).

Eine zentrale Rolle spiele hierbei die Selbstreflexion bzw. Bewusstwerdung, welchen Umwelteinfluss (zum Guten oder Schlechten) das eigene Handeln oder Nicht-Handeln im Alltag hat. Sobald wir die Einheit mit Mutter Erde fühlen, werde es sehr viel einfacher, uns adäquat um sie zu kümmern; die Kultivierung dieses Einheitsbewusstseins sollte entsprechend auch elementarer Bestandteil von Kindererziehung sein. Notwendig hierfür sei in erster Linie, unseren Bezug und realen Kontakt zur Natur wiederzuentdecken bzw. zu stärken.

Die Bedeutung der persönlichen Transformation wurde von verschiedenen Sprechern am zweiten Tag der Konferenz weiter ausgeführt.
Wirkliche Veränderung im Außen finde immer nur statt, nachdem wir uns selbst ändern!

Wir können Gesetze zum Umweltschutz erlassen und junge Menschen bezüglich der Wichtigkeit einer sauberen Umwelt erziehen. Aber bis wir verstehen, dass unser höchstes Selbst ganz und gar eins mit den anderen ist und bis wir verstehen, dass die Quelle des wahren Glückes aus unserem Innern kommt und nicht von außen, so lange wird die Umwelt sich weiterhin verschlechtern.

Sathya Sai Baba in „Tretet sachte auf", Tina K. Schweikert S. 109

„Das erfordere Bewusstsein," sagte eine Referentin und sie fuhr fort:„Es ist ER (Gott), der all die Plastikverschmutzung konsumieren muss; es ist ER, der all die verschmutzte Luft einatmet; das bricht mir das Herz“, und sie forderte den Mut, das Unübliche und häufig auch Unbequeme zu tun und dadurch als Vorbild voranzugehen.


Mehrere Sprecher gaben Beispiele dafür, wie Sathya Sai Baba auf einfachste Weise gelebt und konsequent nur das wirklich erforderliche Maß an Ressourcen verwendet hat, beispielsweise Wasser, Nahrung, Elektrizität oder Papier.

 

Mehrere Referenten zeigten Beispiele für existierende „Go Green“-Initiativen der SSIO in verschiedenen Teilen der Welt.

Manfred Müller-Gransee, Koordinator der Region 71, gab beispielsweise einen Überblick über das neue Projekt der SSIO zur umweltgerechten Entsorgung alter Mobiltelefone und zum Recycling der darin verarbeiteten Wertstoffe.

Sri Ratnakar, Mitglied des Sri Sathya Sai Central Trusts, stellte die in jüngster Vergangenheit errichtete große Solaranlage in Puttaparthi vor, welche zukünftig eine weitgehend klimaneutrale Stromversorgung des Aschrams sicherstellen wird.

Im gleichen Vortrag wurde anhand eindrücklicher Fotos gezeigt, wie in den letzten Jahrzehnten unter Swamis vorausschauender Anleitung der Aschram durch Pflanzung einer Vielzahl an Bäumen von einem staubigen Stück Land zu einer grünen Oase wurde.

Neben den Plenarveranstaltungen gab es mehrere Workshops und Studienkreise, in denen sich die Teilnehmer gemeinsam über den Status Quo und mögliche nächste Schritte austauschen konnten. Neben einer Diskussion existierender und möglicher zukünftiger Aktivitäten der SSIO (z.B. Beseitigung von Umweltverschmutzung, Gemüseanbau mit sozial schwachen Familien, Pflanzen von Bäumen, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltwerteerziehung) stand auch hier der persönliche Bezug zum Thema und die Frage nach eigenen Handlungsmöglichkeiten im Alltag im Vordergrund.



Ein Highlight war die „Go Green“-Ausstellung, welche parallel zur Konferenz für Besucher geöffnet war. Hier wurden vielfältige Hintergrundinformationen zu Umweltfragen gegeben. Um nur einige zu nennen: Einfluss der Argrarindustrie (insb. Fleisch- und Milchproduktion) auf die Umwelt und Bedeutung der bewussten Lebensmittelauswahl; Ausmaße der Plastikverschmutzung und Möglichkeiten zur Eingrenzung der Plastikverwendung; Gifte die durch Verwendung gewöhnlicher Haushaltsgüter in die Umwelt gelangen und Alternativen hierfür; Produkte die auf Tierversuchen basieren und Möglichkeiten diese zu vermeiden. Im Rahmen der Ausstellung gab es weitere Vorträge zu Umweltprojekten: Manos Karakostas aus Griechenland (Sai Prema) stellte seinen ökologisch wirtschaftenden Hof vor, den er nach Prinzipien der Permakultur und der regenerativen Landwirtschaft erfolgreich betreibt.

Auch für die Kinder war gesorgt: in einem abwechslungsreichen Kinderprogramm wurde u.a. ein Ausflug zu einer Farm organisiert, die von einem ehemaligen Studenten des Institute of Higher Learning betrieben wird und eine Vielfalt an Nahrungsmittel nach bereits im Ayurveda beschriebenen Anbaumethoden produziert – ohne Verwendung von Kunstdünger und Pestiziden. Die Farm hat Modellcharakter und konnte bereits über 40 Bauern im Umfeld von Puttaparthi dazu motivieren, regenerativ und wirtschaftlich erfolgreich Landwirtschaft zu praktizieren.

Nun wird es darum gehen, wie wir das durch die Konferenz geschaffene Bewusstsein der Einheit von Gott, Natur und Mensch in unserem Land umsetzen und selbst aktiv werden, um unserer Verantwortung gegenüber der einen Mutter Erde gerecht zu werden.

Brecht das Gesetz der Natur, und sie versetzt euch Ohrfeigen; gehorcht ihren Geboten, hört auf ihre Warnungen, und sie wird euch das Erbe eurer Unsterblichkeit vermitteln.

Sathya Sai Baba in „Gott, Natur, Mensch", S.73

Konferenz-Videos

Closing Session

Evening session int the Sai Kulwant Hall, July 26th.

Day 2, Morning Program

Morning session in the Sai Kulwant Hall, July 26th.

Day 1, Evening Program

Evening session in the Sai Kulwant Hall, July 25th.

Inaugural Session

Morning session in the Sai Kulwant Hall, July 25th.

Weitere Informationen, Studienmaterialien und Puplikationen

> hier zur internationalen Zusammenfassung der Go Green-Konferenz

> hier zur internationalen Sathya Sai Org. Seite für Ökologische Nachhaltigkeit

> hier zum Buch "Nature is the Vesture of God"



Go Green Newsletter

erscheint monatlich und gibt einen guten Überblick über alle speziell auf die ökologischee Nachhaltigkeit ausgerichteten Aktivitäten der Sathya Sai Internationalen Organisation